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Bedeutung des Bevölkerungsziels 30.000 plus
Trendprognosen sind kein Schicksal!
© Stadt BurgdorfFür die Region Hannover und auch für die Stadt Burgdorf werden für die nächsten Jahre stagnierende (bzw. sogar leicht rückläufige) Einwohnerzahlen prognostiziert.
In der öffentlichen Diskussion gewinnt man immer wieder den Eindruck, man sei diesem Prozess hilflos ausgeliefert. Sicherlich führt der so genannte demografische Wandel dazu, dass die Bevölkerung in Deutschland „weniger, älter und bunter" wird.
© Stadt BurgdorfAber für Ballungsräume wie die Region Hannover (und Burgdorf befindet sich in diesem Ballungsraum) gilt dies (zunächst) nur abgeschwächt. In der Folge ergibt sich die Chance, wenn nicht sogar die Verpflichtung, diesen Prozess aktiv zu gestalten.
Welche negativen Folgen ein Bevölkerungsrückgang für eine Stadt wie Burgdorf hätte, ist nebenstehender Abbildung zu entnehmen.
Vor diesem Hintergrund gilt für Burgdorf das Ziel, so lange wie möglich die bestehende Einwohnerzahl (ca. 30.000 Einwohner) zu erhalten.
Keine wachsende Bevölkerung - keine Neubaugebiete?
© Stadt BurgdorfAber selbst bei stagnierenden Einwohnerzahlen braucht Burgdorf die Möglichkeit, in den nächsten Jahren das eine oder andere Baugebiet zu entwickeln.
Denn seit Jahrzehnten wächst in der Bundesrepublik die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner: 1950 waren noch 14 qm Wohnfläche pro Person zu verzeichnen, aktuell sind es 42 qm (Burgdorf: 45,6 qm). Dies bedeutet, dass auf ein und derselben Fläche eines Stadtgebiets nur noch ein Drittel der Bevölkerung lebt. Oder andersherum: Um über dieselbe Bevölkerungszahl wie 1950 zu verfügen, muss das Dreifache der Fläche bereitgehalten werden.
Seit zwanzig Jahren wird spekuliert, das Ende des individuellen Wohnflächenwachstums sei demnächst erreicht. Ein Ende des Trends ist aber immer noch nicht abzusehen. Solange dieser Trend nicht gestoppt ist, wird zusätzliche Wohnfläche benötigt, allein um die bestehende Einwohnerzahl zu halten. Und es stellt sich die Frage, ob diese neuen Wohnflächen allein im Innenbereich und allein durch Nachverdichtung realisiert werden können oder sollten.
Reine Innenentwicklung?
Wie die Ausführungen des Abschlussberichts z.B. auf Seite 95 erkennen lassen, kommt manchen potentiellen Nachverdichtungsflächen im Innenbereich eine so hohe Bedeutung für die wohnungsnahe Erholung zu, dass eine Bebauung dieser Flächen nicht empfehlenswert wäre.
Allerdings ist auch nicht bei jeder potentiellen Neubaufläche am Siedlungsrand eine bauliche Entwicklung zu empfehlen, etwa weil wichtige Naherholungsflächen verloren gingen oder weil wichtige Standortfaktoren Burgdorfs nicht ausreichend zur Geltung kämen, schlimmstenfalls sogar zerstört würden.
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept hilft daher, räumlich sinnvolle Standorte auch für eine weitere Außenentwicklung zu finden, auf denen die Stärken und Potentiale der Stadt nicht verbaut werden, sondern die optimal entwickelt werden können und Burgdorfs Lagegunst ausnutzen.
Ansprechpartner/in
| Herr Jan-Hinrich Brinkmann | |
| Rathaus IV, Zimmer 36 // EG Vor dem Hannoverschen Tor 27 31303 Burgdorf Telefon: 05136 898-377 E-Mail: stadtplanung@burgdorf.de | |
Organisationseinheiten
| 61 - Stadtplanung und Umwelt | |
| Vor dem Hannoverschen Tor 27 31303 Burgdorf Telefon: 05136 898-378 Telefon: 05136 898-374 Telefax: 05136 898-372 E-Mail: stadtplanung@burgdorf.deE-Mail: umwelt@burgdorf.deE-Mail: innenstadtsanierung@burgdorf.deHomepage: http://www.burgdorf.de | Allgemeine Sprechzeiten: Mo. 08.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 15.30 Uhr Mi und Fr. 08.00 - 13.00 Uhr Do. 08.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr |
Dokumente
| ISEK Burgdorf-Endbericht (11 MB) | |
| ISEK-Gesamtplan (2 MB) |
