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Klimaschutz im Alltag – Umweltfreundlich im Alltag unterwegs
Im Bereich des Klima- und Umweltschutzes gibt es zahlreiche gut gemeinte und nützliche Ratschläge und Tipps, die gleichzeitig sowohl das Klima bzw. die Umwelt schützen als auch für eine finanzielle Entlastung der Anwender und Haushalte sorgen sollen.
Auf dieser Webseite wird den Burgdorfer Bürger(innen)eine kurze Übersicht über einfache Maßnahmen aufgezeigt, die möglichst ohne große Investitionen den Energieverbrauch reduzieren. Hierbei wird insbesondere der Blick auf das Nutzverhalten im Alltag gelenkt.
Allgemein:
An dieser Stelle sei nur kurz auf die inzwischen weit bekannten Vorteile von LED-Leuchtmitteln anstelle von veralteten Glühlampen, von abschaltbaren Steckdosenleisten zur Reduzierung des Stand-By Verbrauchs sowie des Einsatzes von möglichst effizienten Elektrogroßgeräten im Haushalt (Herd, Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher etc.) mit einer Energieeffizienzklasse von A+ oder besser verwiesen. Die oben erwähnten Maßnahmen reduzieren allesamt den Stromverbrauch, erfordern jedoch oftmals eine Investition in die Erneuerung der vorhandenen Technik.
Gänzlich ohne zusätzliche Investitionen kommt die Auswahl der folgenden Kurztipps aus, die praktisch einfach anzuwenden sind, im Alltag aber doch häufig wieder vergessen werden:
- Zwischen Kühlschrankrückseite und der Wand einen Spalt von mindestens 5 cm Breite lassen (verhindert einen Wärmestau). Sofern der Schnitt des Raumes dies ermöglicht.
- Kühlschrank und Herd (inklusive Backofen) nicht direkt nebeneinander stellen, wenn die Anschlüsse diese Kombination nicht zwingend vorgeben.
- Kühlschränke regelmäßig abtauen
- Richtige Einstellung der Kühltemperatur im Kühlschrank: Im obersten Fach des Kühlschrank sollte die Temperatur nicht 7 °C übersteigen. Als einfache Faustregel gilt: Ist die Butter nicht streichfähig, ist der Kühlschrank zu kalt eingestellt.
- Wäsche auf der Wäscheleine oder dem –ständer anstelle im Wäschetrockner trocknen.
- Wasserkocher erhitzen das Wasser effizienter (ca. 30 % Energieersparnis) als der Elektroherd
- Kurze Strecken < 5 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen und so Benzinkosten sparen
- Mit dem Fahrrad auch im Winter zum Sport fahren, so gelangt man bereits vorgewärmt zum Sport.
- Etwas kurios: Alte Tetrapacks von Milch und Fruchtsäften ausspülen und mit Wasser füllen. Im Winter auf dem Balkon oder der Fensterbank einfrieren lassen und anschließend als Kühlunterstützung im Kühlschrank verwenden.
Weitere nützliche Tipps zur Reduzierung des eigenen Energieverbrauches (Verwendung eines sparsamen Duschkopfs etc.) können Sie auf dieser Webseite und hier entnehmen.
Strom:
Neben den eingangs erwähnten Haushaltsgroßgeräten finden sich einige Verbraucher, deren Stromverbrauch auf erstem Blick nicht unbedingt bekannt ist. So ziehen auch Akku- und Mobilfunkladegeräte ohne Aufgabe weiterhin den Strom aus den Steckdosen. Diese Geräte sollten nach dem Vollladen der Akkus aus der Steckdose gezogen und somit vom Stromnetz getrennt werden.
Einen großen Stromverbraucher kann der Einsatz einer alten Heizungs- bzw. Umwälzpumpe im Haushalt darstellen. Veraltete und ungeregelte Pumpe arbeiten immer auf maximaler Leistung, unabhängig davon wie groß der aktuelle Heizungsbedarf gerade ist. Sie verursachen im Durchschnitt rund 5 bis 10 % der gesamten Stromkosten in einem Einfamilienhaushalt. Moderne, hocheffiziente Heizungspumpen verbrauchen bis zu 90 % weniger Strom als herkömmliche Heizungspumpen und benötigen teilweise nur noch eine elektrische Leistung von 4 Watt. Diese modernen Pumpen besitzen eine verbesserte Motorentechnik und sind elektronisch geregelt. Automatisch passt die Heizungspumpe ihre Leistung an den aktuellen Bedarf an. Die Investition in eine moderne Heizungspumpe amortisiert sich innerhalb weniger Jahre. Einen online Pumpencheck, der den wirtschaftlichen Nutzen für jeden Anwendungsfall berücksichtigt, ist hier zu finden. Innerhalb weniger Minuten wird aufgezeigt, wie hoch das eigene Einsparpotential im Erneuerungsfall tatsächlich ist und wie viel Geld im Laufe der Lebensdauer der Pumpe eingespart werden kann. Weiterhin werden die vermiedenen CO2-Emissionen berechnet.
Zusätzliche Einsparungen können durch einen hydraulischen Abgleich und durch den Austausch von veralteten Heizungsventilen durch neue Thermostatventile realisiert werden. Ein kurzes Online-Tool erstellt nach wenigen Minuten eine Übersicht ob sich der Austausch von Heizungsventilen in Ihrer Wohnung bzw. in Ihrem Haus finanziell rechnet. Dieses Tool ist hier zu finden.
Weitergehende Informationen zu gering-investiven Maßnahmen im Heizungsbereich, sowie zu den möglichen finanziellen Investitionskosten der genannten Maßnahmen können Sie auf dieser externen Webseite vorfinden.
Wärme:
Unabhängig von der Energieerzeugung wird mehr als 2/3 der in Privatwohnungen verwendeten Energie für die Wärmeerzeugung eingesetzt. Nachfolgende Grafik zeigt den Energieverbrauch eines typischen Haushalts in Deutschland nach einzelnen Verbrauchssektoren gegliedert.
Der Großteil der in Haushalten eingesetzten Energie wird in Form von Raumwärme zur Beheizung der Wohnräume verwendet. Im Allgemeinen erfolgt an dieser Stelle ein Hinweis auf mögliche Sanierungs- und Dämmmaßnahmen, es wird auf dieser Webseite bewusst auf diesen Hinweis verzichtet, sondern im weiteren der Fokus auf das Thema „richtig Lüften gelegt.“
Lüften – aber richtig:
Anhand der zuvor gezeigten Grafik wird deutlich, dass Wärme in Wohngebäuden für 2 verschiedene Nutzungsanwendungen benötigt wird. Zum einen wird die notwendige (Heiz)wärme durch die Raumheizung erbracht. Zudem findet für die Warmwasserbereitung(Dusche, Hände waschen etc.) ebenfalls eine Erwärmung des Wassers statt.
Der Lüftung der eigenen Wohnung bzw. des eigenen Hauses kommt eine zentrale Rolle bei der Vermeidung von Schimmel zu. Eine der Hauptaufgaben der Belüftung eines Wohngebäudes dient der Abfuhr von Feuchtigkeit (Wasserdampf), die im Verlauf des Tages in den Wohnräumen aufgrund der Nutzung entsteht. Die folgende Grafik zeigt eine Übersicht über die Feuchtigkeitsquellen und die Rate der Wasserdampfabgabe pro Feuchtigkeitsquelle in Gramm pro Stunde.
© www.co2online.de
Für einen 4-Personen Haushalt zeigt die Grafik dabei durchschnittlich die Entstehung von 12 Litern Wasserdampf pro Tag an, die durch die Belüftung aus den Wohnräumen entfernt werden sollten.
Anders als bei einer Zwangsbelüftung (automatische Be- und Entlüftung ggf. mit Wärmerückgewinnung) liegt bei der manuellen Belüftung das Schimmelrisiko ungleich höher.
In Abhängigkeit der Jahreszeiten und der Tagestemperaturen variiert die empfohlene Lüftungsdauer. Der folgende "Lüftungskalender" zeigt die Lüftungsdauer der einzelnen Monate an.
© www.co2online.de
In den Monaten der kalten Jahreszeit (Dezember bis Februar) erfolgt die Lüftung mit jeweils 5 Minuten in einem sehr kurzen Zeitraum. Dies ist notwendig, damit die belüfteten Räume nicht zu stark auskühlen und beim späteren beheizen nicht zu viel Energie zum „Anfahren“ verbraucht wird. Weiterhin sind diese kurzen Lüftungsintervalle aufgrund der kalten Temperaturen und der damit verbundenen trockenen Luft ausreichend um den Wasserdampf aus den beheizten Räumen abzuführen.
Weitere Informationen zum Thema „richtig lüften“, unter anderem in den heißen Sommermonaten, können Sie hier finden.
Nachdem nun aufgezeigt worden ist, wie lange gelüftet werden sollte wird mithilfe der folgenden Abbildung dargestellt auf welche Art gelüftet werden sollte.
Infografik zum Stoßlüften: Im Sommer 20 bis 30 Minuten, im Winter sind fünf bis zehn Minuten ausreichend© BMU
Die Stoßlüftung sollte jedoch immer dann in Wohnungen und Gebäuden angewandt werden, wenn die Querlüftung aufgrund der geometrischen Anordnung der Fenster und Türen nicht möglich ist.
Die Belüftung eines Raumes bei heruntergelassenen Rollläden sollte zur Gänze unterlassen werden. Diese Art der Raumbelüftung dauert nicht nur 12 mal so lang wie bei einer Stoßflüftung, aufgrund der langen Zeitdauer besteht auch die Gefahr, dass die Wand und der Fensterrahmen so stark auskühlen, dass sich Schimmel infolge von niedergeschlagener Luftfeuchtigkeit bilden könnte.
Abschließend folgen einige verbleibende Kurztipps rund ums Lüften:
- Auch bei Regen lüften. Die Luft ist fast immer trockener als die Raumluft.
- Wenn möglich das Schlafzimmer auch morgens einmal kurz lüften. Somit wird verhindert, dass Feuchtigkeit in Wände und Möbel dringen kann. Nach 1 Stunde erneut kurz lüften.
- Kaum geheizte oder unbeheizte Räume nicht durch die erwärme Raumluft anderer Wohnräume mitheizen! Es besteht die Gefahr, dass sich an den kälteren Außenwänden die Feuchtigkeit der wärmeren Raumluft dort niederschlägt.
- Räume nicht zu stark auskühlen lassen (spart auch Heizenergie zum „aufwärmen“ der Räume).
- Größere Feuchtigkeitsmengen (Dampf) beim Duschen oder Kochen gleich ins Freie ablüften und nach einer halben Stunde erneut lüften, sofern die Räume über ein Fenster verfügen.
- Türen zum Badezimmer oder der Küche bei der Nutzung der Räume geschlossen halten, damit sich die entstehende Feuchtigkeit nicht in der gesamten Wohnung verteilt.
Diese und weitere Tipps können Sie hier finden.
Es sind alle Burgdorfer Bürger(innen) herzlich dazu eingeladen, weitere kurze Tipps rund um den Klimaschutz und die Reduzierung des Energieverbrauchs im Alltag zu kreieren. Diese können per Post und per Email bzw. Telefon an den Klimaschutzmanager der Stadt Burgdorf eingereicht werden. Die Kontaktdaten finden Sie weiter unten am Ende dieser Webseite. Sofern die Tipps ausdrücklich mit einem entsprechenden Hinweis gekennzeichnet werden, werden diese auch mit dem Nachnahmen der entsprechenden Person veröffentlicht.
Diese Webseite wurde im Rahmen des vom BMUB finanziell geförderten Klimaschutzmanagements erstellt. Das Förderzeichen für das Klimaschutzmanagement der Stadt Burgdorf lautet: 03KS8212, die Laufzeit reicht vom 01.01.2015 bis 31.12.2017.
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