Auf dem Klimaschutzforum am 8. März 2012 haben über 100 Bürgerinnen und Bürger Ideen für Klimaschutzmaßnahmen sowie Umsetzungschancen und Hemmnisse zusammengetragen. Diese Ergebnisse des Klimaschutzforums können hier eingesehen werden. Sie wurden im Rahmen der Ausarbeitung des Klimaschutzaktionsprogramms durch die Klimaschutzagentur ausgewertet und in den für Burgdorf aufgestellten Klimaschutz-Maßnahmenplan eingearbeitet.
Als weitere Veranstaltung im Rahmen des KAP der Stadt Burgdorf hat am 06. Juni 2012 die Klimaschutzwerkstatt "Bauen und Modernisieren" im Rathaus I mit rund 30 Fachleuten, darunter Architekten, Ingenieure sowie Vertreter von Wohnungswirtschaft und Politik, stattgefunden. Dabei standen Erfahrungsaustausch und Ideensammlung für umsetzungsorientierte Maßnahmen im Vordergrund.
"Fang die Sonne ein" lautete das Motte der zweiten Klimaschuutzwerkstatt am 05. Juli 2012 im Gemeindehaus der katholischen St. Nikolauskirche, Im Langen Mühlenfeld. Rd. 40 Teilnehmer befassten sich mit den Nutzungsmöglichkeites der Solarenergie.
Auf der dritten Klimaschutz-Werkstatt am 16. Juli 2012 "Burgdorf wird mobiler - Perspektiven für den Radverkehr" standen das neue Radverkehrskonzept für Burgdorf und das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel im Fokus.
Auf der TemperaTour am 23. Juli 2012, eine besondere Stadtführung, die sich insbesondere an Kinder und Jugendliche richtete, wurde plastisch dargelegt, wie sich das alltägliche Konsumverhalten auf das Klima auswirkt.
Die Klimaschutz-Werkstatt "Fachwerkhaus", die thematisch an die Klimaschutz-Werkstatt Bauen und Modernisieren anknüpfte, fand am 19. September 2012 in einer besonderen Atmosphäre in Alt Ahrbeck statt. Anschauungsabjekte waren zwei alte Fachwerkhäuser. An den beiden Objekten wurde verdeutlicht, wie unterschiedliche Ansprüche an Funktion und Ästhetik eines Gebäudes mit Energieeffizienz und Denkmalschutz unter einen Hut gebracht werden können.
Vom Traum zum Haus war das Motto der Bauherrenseminare vom 07. November bis 05. Dezember 2012, die die Architektenkammer Niedersachen in Kooperation mit der Stadt Burgdorf und der Klimaschutzagentur Region Hannover im Rahmen des Klimaschutz-Aktionsprogramms der Stadt durchgeführt hat. An insgesamt fünf Abenden informierten sich rund 75 Interessierte über die Themenbereiche „Grundlagen des Bauens“, „Kostengünstiges Bauen", „Energieoptimiertes Bauen“, „Bauen im Bestand“ sowie „Gartengestaltung".
Die im Klimaschutzforum und in den Klimaschutzwerkstätten erarbeiteten sowie die separat eingereichten Maßnahmenvorschläge wurden von der Klimaschutzagentur ausgewertet und nach Diskussion in der Koordinationsgruppe in den Bericht eingearbeitet bzw. im Maßnahmenband aufgeführt. Der Endbericht wurde am 25.04.2013 der prozessbegleitenden Koordinationsgruppe, der Vertreter der Ratsfraktionen, des Kooperationspartners (Stadtwerke Burgdorf) sowie von Initiativen, Vereinen und Akteursgruppen angehören, vorgestellt.
Nach Beratung in den politischen Gremien hat der Rat der Stadt Burgdorf am 13. Juni 2013 das KAP beschlossen.
Mit dem Ratsbeschluss zum KAP wurde die Grundlage für die weitere nachhaltige Entwicklung geschaffen. Gleichzeitig soll damit ein Beitrag zur Klimaschutzregion Hannover geleistet werden, indem die zentralen Akteure in Burgdorf, die bei der Programmerarbeitung als Koordinationsgruppe zusammengewirkt haben, zur Umsetzung eine Kooperation im Sinne des Klimaschutzes eingehen. Aus den Betrachtungen zur Emissionsminderung und den lokalen Potenzialen von Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energieträger wird deutlich, dass Burgdorf bei Ausschöpfung aller Potentiale Klimaneutralität erreichen und darüber hinaus Nachbarkommunen mit emissionsfreiem Strom versorgen könnte oder Umsetzungshemmnisse in Effizienzbereichen darüber kompensiert werden könnten. Diese Chancen sollten nach Möglichkeit genutzt werden.
Mit dem Anstreben dieser Ziele leistet die Stadt Burgdorf auch einen aktiven Beitrag zur Entwicklung für den Masterplan 100 % für den Klimaschutz der Region Hannover, insbesondere dadurch, dass die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 auf 2 Tonnen CO2 pro Einwohner und Jahr gesenkt werden sollen und damit aus heutiger Sicht Klimaneutralität erreicht werden kann. Die Reduzierung der Treibhausgasemissionen geht einher mit einer deutlich steigenden Wertschöpfung vor Ort durch steigende Gewerbesteuereinnahmen und verstärkte Modernisierungstätigkeit.
Durch den Ratsbeschluss zum KAP wurden die Voraussetzung zur Einrichtung einer Stelle für die fachlich-inhaltliche Unterstützung bei der Umsetzung des KAP und des Teilkonzeptes sowie zum Aufbau eines Klimaschutz-Controllings geschaffen. Die Stelle des der/des Klmaschutzmanagerin/-managers wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitive für den Zeitraum vom 01.01.2015 bis 31.12.2017 vom Bundesumweltministerium (BMU) finanziell gefördert (Förderkennz. 03KS8212).
Auch die Erstellung des KAP wurde vom BMU finanziell gefördert (Förderkennz.: 03KS1726, Laufzeit: 01.01.2012 - 30.04.2013) und von den Stadtwerken Burgdorf als Kooperationspatner unterstützt.